Stadt Nachrichten: Projekt in der Münchner Bundesstraße

By 01.09.2019 November 9th, 2019 Presse

Neues Projekt beim „Bierbrunnen“ Seit zehn Jahren schon beschäftigt die Vorderegger-Projektentwickler der „Bierbrunnen“. Bis Jahresende soll die Entwurfsphase abgeschlossen werden. Sie setzen auf ein Verkehrskonzept mit Fahrrad und Carsharing.

Artikel der Stadt Nachrichten vom August 2019 (Ricky Knoll)

"Wir planen hier an der Kreuzung Münchner Bundesstraße/ Forellenweg ein Geschäfts-, Büro- und Wohnhaus. Aus dem ,Bierbrunnen', dem gelben Gebäude davor Richtung stadtauswärts sowie dem seitlichen Gebäude, wo sich das ,Genussprojekt', die Firma ,Fein Elektrowerkzeuge' und unser Büro befinden, soll ein einheitlicher, L-förmiger Bau werden", erklärt Fabian Vorderegger.

Fabian VordereggerGeschäftsführer

In die etwas zurückgesetzte Sockelzone sollen Geschäfte einziehen, darüber kommen wahrscheinlich elf Büroeinheiten und rund 30 Mietwohnungen. „Es sollen eher kleinere Starterwohnungen entstehen für jüngere Leute, die hier in der Umgebung viele Arbeitsplätze vorfinden. Im Bedarfsfall kann man auch zwei kleine Wohnungen zu einer größeren zusammenlegen, aber alle zur der Münchner Bundesstraße abgewandten Seite.“

Schon seit geraumer Zeit arbeitet er mit seinem Büro „Vorderegger Developments“ an der Umsetzung des Projekts, genauer gesagt beschäftigt es ihn seit zehn Jahren. „Für mich und meine Familie ist es ja so etwas wie eine Heimkehr, denn mein Großvater hat im Bierbrunnen mit der Gastronomie begonnen und ich bin auch in Liefering aufgewachsen, bevor wir nach Itzling zum Schwaiger-Eis übersiedelt sind.“

Besagte drei Gebäude zu einem zu verbinden und gleichzeitig von der Münchner Bundesstraße abzurücken, um Platz für einen Kreisverkehr samt Querungshilfen sowie den vierspurigen Ausbau der viel befahrenen Einzugsroute in die Stadt zu schaffen, war die Herausforderung.

„Wir haben hierfür etwa 400 Quadratmeter Grund an das Land abgetreten. Ich denke, wir haben inzwischen einen guten Plan in Ausarbeitung und alles wird sich passend in die Gegend einfügen“, fährt Vorderegger fort. Das Land Salzburg arbeitet weiterhin daran, den Ausbau der Münchner Bundesstraße bis zur Autobahnauffahrt Salzburg-Mitte unter Dach und Fach zu bringen.

Die Dauer lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. „Wir rechnen in etwa zwei Jahren damit, dass das Projekt spruchreif wird.“

Begleitend zur mit Grünstreifen in der Mitte abgeteilten Fahrbahn sollen rechts und links vier Meter breite Geh- und Radwege führen. Genau hier setzt auch das Verkehrskonzept für das Projekt „Bierbrunnen“ an, maßgeblich unterstützt von Angelika Lindner, Bezirkssprecherin der Grünen im Flachgau.

„Wir haben uns vor allem auf das Fahrrad fokussiert, weil wir mit dem Wohnungsmix eher auf Leute setzen, die nicht unbedingt auf ein Auto angewiesen sind. Überdies bieten wir Carsharing an, die Teilnahme ist bereits in den Mietpreis eingerechnet. Ein allgemeines Lastenrad ist genauso vorgesehen wie Einkaufswagen.“

In der Tiefgarage ist nicht automatisch für jede Wohnung ein Autoabstellplatz eingeplant, dafür aber jede Menge qualitätsvolle Fahrradabstellplätze mit Zufahrt über eine Rampe sowie 15 versperrbare Radboxen und 64 überdachte Fahrradabstellplätze im Freien. Inzwischen wurde das Verkehrskonzept beim Verkehrsclub Österreich (VCÖ) eingereicht. Die Dachflächen werden begrünt, mit Blumen und Bäumen bepflanzt und sollen für alle Wohnungen und Büros frei zugänglich sein.

Quelle: https://www.sn.at/salzburg/chronik/neues-projekt-beim-bierbrunnen-75108340
© Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019